"Wir können alles sagen"

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 15/02 vom 10.04.2002

LITERATUR. In ihrem neuen Roman "Partygirl." erzählt Marlene Streeruwitz das Leben ihrer sechzigjährigen Protagonistin von der Gegenwart in die Schulzeit zurück. Mit dem "Falter" sprach sie über die Militarisierung des Feuilletons, den Unterschied zwischen Bush und Clinton, über die Unnötigkeit der Metapher, romantische Liebe und das Glück der Langeweile. 

Wenn man ihr aus einer Kritik ihres jüngsten Romans vorlesen will, winkt Marlene Streeruwitz ab: Bitte nicht! Das wolle sie sich allenfalls im Herbst zumuten. Nicht dass die Rezensionen ihres jüngsten Romanes schlecht ausgefallen wären - im Gegenteil. Nur ist die aus Baden stammende und seit Jahrzehnten in Wien wohnende Schriftstellerin etwas ratlos, wenn sie mit Schlagworten - seis dem Anti-Freudianismus, seis der klassischen Moderne - bedacht wird, mit denen sie in Bezug auf ihr Schreiben eher gar nichts anzufangen weiß. Noch anstrengender findet sie es freilich, wenn man von ihr wissen will, was sie mit ihrem Roman denn


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