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Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 15/02 vom 10.04.2002

MUSIK. Die Sängerin Cassandra Wilson besann sich ihrer Herkunft und lässt auf ihrem jüngsten Album die Mississippi-Sonne auch in Rio aufgehen. 

Es soll Menschen geben, die nicht mit dem sprichwörtlichen goldenen Löffel im Mund, dafür aber mit einer Gitarre in der Hand geboren werden. Solche Geburten werden von bestimmten geografischen und klimatischen Gegebenheiten stark begünstigt. Das Mississippi-Delta zum Beispiel "ist die wärmste und zugleich feuchteste klimatische Region der USA".

  Wenn man dergleichen nicht einer Ausgabe des National Geographic, sondern der offiziellen "Medieninformation" einer Plattenfirma entnehmen kann, liegt der Schluss nahe, dass diese Information auch von musikalischer Relevanz ist. Feucht und heiß - das klingt stark nach einer statistisch auffälligen Häufung von Gitarrengeburten. Und in der Tat: "Der Mississippi ist ein magischer Ort für Musik. Selbst im kleinsten Dorf stößt du auf Menschen, die atemberaubende Musiker sind", erklärt die Sängerin


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