Stadtrand: Endetainment?

Stadtleben | aus FALTER 15/02 vom 10.04.2002

Lange Jahre hat sich das so genannte Urban Entertainment hierzustadt auf Kino, Beisl oder Kegelbahnen beschränkt. Und das war wohl auch ganz gut so. Die moderne städtische Unterhaltung kann sich in Wien irgendwie nicht so durchsetzen. Denn kaum haben die neuen Unterhaltungszentren, Megakinos oder Irgendwas-Plexe in Wien ihre gläsernen Pforten geöffnet, müssen sie auch schon wieder zusperren. Ein Kinocenter hat bereits geschlossen, ein weiteres steht kurz davor. Steven Spielbergs Spielekonsolenzentrum Gameworks befindet sich laut "Standard" kurz vor dem Aus und die Varietébude Kultiplex im Prater hat ebenfalls mit eher wenig Andrang zu kämpfen. Mit dem kleinen Kick auf Knopfdruck oder Einwurf ist das schnelle Geld vielleicht doch nicht zu machen. Wien ist aber auch ein verdammt hartes Pflaster: an städtischen Entertainment-Möglichkeiten und anderen urbanen Reizen nicht ganz unarm, jede Menge Natur drum herum, dazu ohnehin schon relativ viele Kino-, Wirtshaus- und Theatersessel. Wie soll man da auch überleben können? Ist das das Ende vom urbanen Entertainment? Nein! Die Hallen können ja weiter genutzt werden! Verwendungsmöglichkeiten gäbs genug: Indoor-Golf, Sommerlanglaufbahnen oder Großraumdiscos zum Beispiel. Und alles gratis natürlich. C. W.


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