StadtMensch

Stadtleben | aus FALTER 15/02 vom 10.04.2002

Seit ein paar Jahren verlagert sich der Galerienstandort vom ersten Bezirk Richtung MuQua, und die Innere Stadt wird langsam geeignet für die Offszene: "Diese Gegend ist im Moment derart out und tot, ich finde das herrlich", meint Bettina Müller-Schelken über die Lage ihres Kunstraums "Wintergarten" in der Sonnenfelsgasse. "Nach zwanzig Jahren Galerie Winter ist das hier ein eingeführter, total im Zentrum liegender Ort und liegt trotzdem total im Off. So ist man keiner Lagerbildung zuzuordnen." Die 26-jährige Studentin organisiert im Alleingang öffentlich geförderte Ausstellungen - eine verdienstvolle Aufgabe im an alternativen Ausstellungsorten ohnehin armen Wien. Das Publikum ist bunt gemischt: Kunstvermittlung leistet Müller-Schelken für die Nachbarn ebenso wie für hereinschneiende italienische Reisegruppen. "Es ist toll, wenn Kunst zum Ausgangspunkt dafür wird, dass Menschen sich öffnen." N. S.


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