Wien wird verplattformt

Vorwort | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 16/02 vom 17.04.2002

KOMMENTAR. Es rappelt im Kulturbezirk: Das MQ kriegt endlich sein q21 und dieses sein MediaQ21. Und wozu das alles? 

Braucht Wien ein Kinderklavierzentrum? Ein Museum für homosexuelle Holzplastik? Ein Büro für die transnationale Vernetzung von Laubsägeinitiativen? Schwer zu sagen. Die Nachfrage kommt ja mit dem Angebot: Wo entsprechende Institutionen geschaffen werden, da finden sich vielleicht auch die entsprechenden Künstler, ganz gewiss aber Kuratoren, Kulturvermittler und Katalogvorwortverfasser. Im September soll das so genannte und geschriebene quartier21 im MuseumsQuartier (MQ) betriebsfertig sein. Schon im letzten Herbst wurden das von MQ-Geschäftsführer Wolfgang Waldner initiierte, von Markus Wailand und Vitus H. Weh konzipierte q21 und dessen Nutzer vorgestellt. Anfang letzter Woche wiederholte sich das Ganze. Geändert hat sich - im Großen und Ganzen - wenig: In den Flügeln des Fischer-von-Erlach-Traktes werden zwei "Straßen" mit Architektur möbliert, die wiederum


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