Kein zweites TIV

THOMAS PRLIC | Medien | aus FALTER 16/02 vom 17.04.2002

FERNSEHEN. Wien bekommt einen offenen Fernsehkanal. In einer Studie werden derzeit die Rahmenbedingungen dafür abgesteckt - und jeder, der will, kann dabei mitdiskutieren. 

Der Vortragsraum im Depot beim MuQua ist bis auf den letzten Platz besetzt. Im Publikum ein bunter Mix aus jungen Szenemenschen und Studierenden, Männer mit Krawatte sitzen neben Leuten aus der freien Radioszene und ergrauten Filmtheoretikern. Wer den Saal betritt, bekommt einen Zettel in die Hand gedrückt. Darauf abgebildet: ein großer Fernseher mit leerem Bildschirm. Moderatorin Amina Handke fordert die Besucher auf, Vorschläge auf die Zettel zu schreiben: "Nach der Veranstaltung könnt ihr eure Ideen gegen Getränke eintauschen." Aber die Fernseher füllen sich auch ohne solche Versprechungen mit Inhalt - wenig später sind einige Diskutanten in ihrem Eifer kaum zu bremsen. Schließlich wird hier erstmals öffentlich über einen offenen Fernsehkanal für Wien debattiert.

  In den USA gibt es bereits 2200 "Public

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