STADTFERNSEHEN: Warten auf die Lizenz

Medien | aus FALTER 16/02 vom 17.04.2002

Während die Telekommunikationsbehörde KommAustria schon im Jänner die Lizenz für bundesweites terrestrisches Fernsehen an ATV vergeben hat, müssen sich die Antragsteller um die Ballungsraumlizenzen (Wien, Linz, Salzburg) noch ein wenig gedulden. Die gescheiterten ATV-Mitbewerber haben gegen den Behördenbescheid berufen, erst wenn der Bundeskommunikationssenat (BKS) als zweite Instanz der Medienbehörde Recht gibt, macht sich die KommAustria an die Vergabe der lokalen Frequenzen. In Wien treten sieben Bewerber an. Unter anderem Smart.city.tv (bestehend aus TIV und ET Multimedia), Kanal 1 des Bau-Tycoons Hanno Soravia, der Berliner Nachrichtensender n-tv und das Projekt Puls City TV, hinter dem auch der Plakatkonzern Gewista steht und das als Favorit für die Lizenz gilt. Die Stadt Wien hat im Jänner eine - mittlerweile zurückgezogene, weil ohne Beschluss der Landesregierung gefällte - Empfehlung für das Puls-Projekt abgegeben. Nach der Entscheidung des BKS haben die Bewerber noch vier Wochen Zeit, ihre Anträge geringfügig abzuändern. Die KommAustria rechnet damit, im August das Vergabeverfahren abschließen zu können. Erst dann steht fest, wer wirklich in Wien über Hausantenne empfangbares Fernsehen senden darf.


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