Von Babylon bis New York

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 16/02 vom 17.04.2002

ARCHITEKTUR. Die Ausstellung "Mega - Manifeste der Anmaßung" widmet sich der architektonischen Gigantomanie und sorgt für produktive Verwirrung. 

"Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, damit wir uns einen Namen machen. (...) Und der HERR sprach: Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des anderen Sprache verstehe!"

Genesis, 11/4

Als Hauptangriffsziel einer antiliberalen, antiwestlichen Allianz nennen Ian Buruma und Avishai Margalit in ihrem kürzlich in der New York Times Review of Books erschienenen und seither breit diskutierten Essay "Der Hass auf den Westen"1 die Stadt. Was Adolf Hitler mit Pol Pot und mit dem eigentlichen Anlass der Analyse, Osama bin Laden, verbinde, sei ein "tiefer Hass auf die Stadt", der aus religiösem Eifer entsteht und "mindestens so alt ist wie Babylon, die Großmacht der Antike". Alle drei monotheistischen Religionen - das Christentum, das Judentum und der Islam


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