Sideorders: Neighbourhood

Stadtleben | aus FALTER 16/02 vom 17.04.2002

Wieder so ein neudeutscher Begriff, der in seiner nebulosen Weichheit präzise trifft. Rührt von der Idee her, nicht weit gehen und sich nicht aufbrezeln zu müssen, um ein nettes, feines Abendessen mit persönlichem Bezug zu haben. Also ungefähr so was wie "Grätzel" und "Beisl", nur halt cooler, Newyorkiger.

Maurizio, 7., Zitterhoferg. 8, Tel. 522 56 82, Mo-Sa 18-24 Uhr.

Kleine Ex-Pizzeria, vom Stehaufmanderl Maurizio Biscosi eigenhändig zum adretten, liebenswerten Neighbourhood-Italiener mit netter, liebenswerter Neighbourhood-Italiener-Küche gemacht.

Kramer & Gutierrez, 5., Wehrg. 8, Tel. 585 49 00, So-Fr 18-24 Uhr.

Ehemaliges Bevanda, das von einem Soziologen und einer Gastronomin zum Neo-Beisl gemacht wurde. Atmosphäre zwar etwas kühl, dafür sind die Preise extrem günstig, die Tapas großartig und der Schweinsbraten extrasuper.

Kim kocht, 9., Lustkandlg. 6, Tel. 319 02 42, Mo-Fr 18-24 Uhr.

Wäre das Paradebeispiel eines Neighbourhood-Asiaten, klein, gemütlich, mit hohem Stammkunden-Appeal. Nur kocht Kim das momentan spannendste Essen der Stadt, das Minilokal wird von Ortsfremden stark frequentiert.

Grüner Esel, 6., Mariahilfer Str. 31 / Capistrang., Tel. 585 11 89, Mo-Fr 11-23, Sa 11-18 Uhr.

Wunderschön renoviertes Weinhaus mit teils traditioneller Hausmannskost, teils am Grat des Wahnsinns wandelnder Fusionsküche.

Tancredi, 4., Große Neug. 5, Tel. 941 00 48, Mo-Fr 11.30-14.30, Mo-Sa 18-24 Uhr.

Eine ganz besonders erfreuliche Neueröffnung: Peter Neurath machte sein erstes eigenes Lokal. Und legt hier eine wirklich originelle, schmackhafte Beislküche hin, von der man kaum genug bekommen kann.


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