Stagediven mit Gott

THOMAS PRLIC | Stadtleben | aus FALTER 16/02 vom 17.04.2002

GOSPEL. Beim ersten internationalen Gospel-Festival in Österreich gibts neben Konzerten auch die Möglichkeit, selbst zu singen - samt wirklich spannendem Geschichtsunterricht. 

Der erste Stagediver war ein Gospel-Sänger, der vor lauter Begeisterung einfach ins Publikum gesprungen ist. Wer mit Georg Weilguny über Gospel-Musik spricht, wird mit solchen Geschichten schnell davon überzeugt, dass diese Musik kein langweiliges Kirchengeschunkle ist. Da werden die "Blues Brothers"-Filme genauso interpretiert, wie Elvis Presleys Bühnenshow erörtert, auf "Sister Act" folgt ein Vortrag über die Verwebung von geistlichem und weltlichem Alltag der schwarzen amerikanischen Bevölkerung. Auch über gängige Missverständnisse hat der Gospel-Fachmann und Chorleiter einiges zu erzählen. Die Tatsache, dass amerikanische Gospel-Sänger vor Konzerten oft lange Predigten halten, sorgt beim heimischen Publikum nämlich bisweilen für Verwirrung. "Die Leute finden das dann uncool, dabei ist es eigentlich

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