RECHTER AUFMARSCH: Gleiches Demo-Recht für alle?

Politik | aus FALTER 17/02 vom 24.04.2002

Am 8. Mai werden in der Wiener Innenstadt womöglich wieder die Steine fliegen: Rund um den Heldenplatz wurden bereits fünf verschiedene Demos angemeldet. Rechte Gruppen wollen am Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges mit Fackeln auf den Heldenplatz ziehen. Der Ring Freiheitlicher Studenten, der Ring Volkstreuer Verbände und der Wiener Korporationsring wollten an diesem Abend ursprünglich über einen "neuen Umgang mit der Zeitgeschichte" und "Selbstachtung statt Selbsthass" diskutieren. Denn der 8. Mai ist für schlagende Burschenschafter nicht der Tag der Befreiung von den Nazis, sondern eher ein Trauertag. Rektor Georg Winckler hat die Veranstaltung jedoch untersagt, da auch Claus Nordbruch, ein Rassist aus Südafrika, dort sprechen wollte. Das "Gefallenengedenken" beim äußeren Burgtor mit FPÖVolksanwalt Ewald Stadler wollen die Burschenschafter aber trotzdem abhalten.

  Die grün-rote Hochschülerschaft hat ebenfalls eine Kundgebung angemeldet: Um 18 Uhr treffen sich die


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