Krankes Wien

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 17/02 vom 24.04.2002

GESUNDHEIT. Dem Allgemeinen Krankenhaus fehlt vorne und hinten das Geld, das Geburtshaus Nussdorf sperrt mangels Kassenvertrag zu, die Ambulanzgebühren bringen kein Geld. Der schwarz-blaue Bund und das rote Wien schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu. 

Elisabeth Pittermann, selbst Ärztin, fühlt mit dem medizinischen Personal: "Viele Patienten glauben, dass die Schikane von den Schwestern oder den Ärzten kommt." Kommt sie natürlich nicht, an den "unseligen Ambulanzgebühren" sei einzig und allein die "unsoziale Bundesregierung" schuld. Die Wiener Gesundheitsstadträtin beklagte vergangene Woche, dass die Ambulanzgebühren - wer gleich ins Spital und nicht zuerst in die Arztpraxis geht, zahlt 18 Euro aus eigener Tasche - kaum einen Lenkungseffekt zu den niedergelassenen Ärzten und schon gar keinen Einsparungseffekt gebracht habe. Denn der Verwaltungsaufwand habe sich durch die Gebühren verdreifacht.

  "Wir finden die Ambulanzgebühren auch schlimm", sagt Sigrid Pilz, Gesundheitssprecherin


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