"Bin nicht Israels Advokat"

Politik | NINA HORACZEK und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 17/02 vom 24.04.2002

NAHOST. Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Ariel Muzicant über kontroversielle Debatten im Stadttempel, das Vorgehen der israelischen Armee in den besetzten Gebieten, Solidaritätskundgebungen in Österreich und warum er jetzt mit den Palästinensern in Wien Kontakt aufnehmen will. 

Über 480 Tote, Tausende Verletzte: Nach Dutzenden palästinensischen Selbstmordattentaten seit September 2000 startete Israel Anfang April seine Operation "Schutzwall": Bis vergangenen Freitag belagerte die Armee Dutzende Städte und Dörfer im Westjordanland, verhängte Ausgangssperren, forderte die Bewohner mit Megafonen auf, ihre Wohnungen zu verlassen. Israelische Soldaten durchsuchten Häuser und Wohnungen auf Waffen und Sprengstoff und verhafteten dabei Hunderte Palästinenser. Die Bilder aus dem zerstörten Flüchtlingslager Jenin, der nördlichsten Stadt, die als Hochburg des islamischen Terrorismus gilt, sorgten vergangene Woche für internationale Proteste: 23 israelische Soldaten


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