Retter in Uniform

Politik | KARL PFEIFER | aus FALTER 17/02 vom 24.04.2002

WEHRMACHT. Ein neuer Sammelband zeigt nun das Schicksal jener Wehrmachtssoldaten auf, die sich weigerten, an Verbrechen teilzunehmen. Es waren nicht viele - etwa einhundert. 

Manche von ihnen waren sogar NSDAP-Mitglieder. Doch angesichts der Verbrechen haben sie sich eines Besseren besonnen. Andere wiederum, wie der österreichische Feldwebel Anton Schmid, der auch "der Judenretter von Wilna" genannt wurde, haben aus christlicher Überzeugung gehandelt.

  Der Historiker Wolfram Wette, der früher am Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Freiburg tätig war, hat nun einen Sammelband über jene Soldaten und Offiziere der Deutschen Wehrmacht herausgegeben, die sich geweigert hatten, bei Verbrechen mitzumachen. Es waren nur um die einhundert, die sich über den Vernichtungskrieg und sein Mordprogramm hörbar empörten, ihre Kooperation verweigerten, sich demonstrativ nicht an Exekutionen beteiligten oder politisch und rassistisch Verfolgten halfen, weshalb sie in die Mühlen der nationalsozialistischen


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