"Ich will auch Dreck sehen"

Medien | NINA HORACZEK | aus FALTER 17/02 vom 24.04.2002

INTERNET. Der ICANN-Direktor und ChaosComputerClub-Vertreter Andy Müller-Maguhn will freien Informationsfluss statt Disneyland im Internet und erklärt, wieso er eher gegen das Sperren von Nazihomepages auf die Straße geht, als dem Staat seine Fingerprints zu geben. 

Wer wirkliche Macht hat, dem sieht man das meistens nicht an. Der Berliner Andy Müller-Maguhn sieht nicht unbedingt so aus, als wäre er Mitglied einer Weltregierung. Ist er aber. Müller-Maguhn ist Direktor bei ICANN ("Internet Cooperation for Assigned Names and Numbers"), eine Regierung, die kaum einer kennt, die im Netz aber trotzdem einiges zu sagen hat.

Nebenbei ist der Berliner auch noch Pressesprecher des legendären ChaosComputerClubs (CCC). Vor zwei Jahren wurde der damals 28-jährige CCC-Hacker von den Internetbenutzern zu einem von insgesamt 19 ICANN-Direktoren gewählt und schlug dabei sogar den Repräsentanten der deutschen Telekom, der sich auch um diesen Job beworben hatte, haushoch.

Die 1998 ins Leben gerufene


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