Kommentar: Zwischen Künstlerhaus und Secession

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 17/02 vom 24.04.2002

Wiens größter und verkehrsreichster Platz hat ein Problem. Das heißt, er hat jede Menge Probleme. Eines davon besteht in den 60.000 Autos, die täglich aus den engen Zufahrtsstraßen kommen; ein anderes sind die 50.000 Besucher, die täglich aus den Stationen der drei U-Bahn-Linien strömen. Auch die Wegstrecken zwischen den zahlreichen, in Sichtweite voneinander entfernten Kultur- und Bildungseinrichtungen müssen als Problem gelten: Will der Besucher der Secession zum Künstlerhaus gelangen, muss er gefährliche Straßenüberquerungen vornehmen. Einem Ortsunkundigen kann von der unterirdischen Variante dennoch nur abgeraten werden, läuft er doch Gefahr, dass er sich im Labyrinth der Zu- und Abgänge verläuft.

Mit all dem hat der Direktor der Wiener Kunsthalle kein Problem. Wie Gerald Matt am vergangenen Donnerstag bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema "Kunstplatz Karlsplatz" betonte, würden "städtische Menschen solche Zonen der Beschleunigung und des Verkehrs lieben". Man


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