Der Tod steht ihm gut

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 17/02 vom 24.04.2002

MUSEEN. 15 Millionen Euro Budget, 1,7 Millionen Objekte und 135 Mitarbeiter: Das Historische Museum der Stadt Wien ist eine reiche und dennoch erfolglose Institution. Eine neue Führung soll das Museum entstauben und den Karlsplatz kulturell begrünen. 

Es ist kein Gott außer Gott, und Mohammed ist der Gesandte Gottes!" So lautet die Übersetzung der arabischen Aufschrift auf einer blutroten Fahne im ersten Stock des Historischen Museums. "Sie wurde von Herzog Karl V. von Lothringen am 22. Juli 1684 in der Schlacht bei Hamszabég erbeutet", steht auf dem Informationskärtchen an der Wand. Wer war Herzog Karl? Wo liegt Hamszabég? Und was zum Teufel hatte die türkische Armee dort verloren? Mit solch banalen Fragen wird der ahnungslose Besucher in jenem Museum allein gelassen, das die Geschichte Wiens vermitteln soll. Auf drei Stockwerke verteilt, ruhen in dem 1959 eröffneten Bauwerk des Oswald Haerdtl Gegenstände aus zwei Jahrtausenden - schlecht beleuchtet, lustlos aufbereitet und


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige