Tankstelle der Sehnsucht

ETRA RATHMANNER | Kultur | aus FALTER 17/02 vom 24.04.2002

THEATER. Von der Antike bis zur Vorabendserie, vom Kino bis zur Tankstelle - Theater ist für den deutschen Dramatiker Albert Ostermaier ein Remix von allem und jedem.  P

Eigentlich sollte im Foyer jedes Theaters, das Stücke von Albert Ostermaier auf den Spielplan setzt, Popcorn verkauft werden. Der penetrante Geruch der frisch gerösteten Maiskörner würde sofort signalisieren: Das Theater des Albert Ostermaier ist wie Kino. Der Dramatiker liebt es nämlich, Szenen zu schaffen, die an Film-Einstellungen erinnern, oder Geschichten anzudeuten, die man aus TV-Talk-Shows, Vorabendserien, Hollywood-Filmen oder Hochglanzmagazinen kennt.

  Ostermaiers Figuren kippen auch oft unvermittelt aus der Rolle und hören sich dann an, als wären sie direkt aus der Gegenwart in eine griechische Tragödie gebeamt worden. Oder sie führen Dialoge, die klingen, als würde sich Shakespeare mit Brecht in die Haare kriegen. Kurz: Ostermaier sucht die Verbindung von allem mit jedem.

  "Beim Schreiben ist

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