OHREN AUF! Nordansk Klassik

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 17/02 vom 24.04.2002

Es gibt nicht gerade viele Menschen in Norwegen (rund vier Millionen), und deswegen ist es eigentlich kaum verwunderlich, wenn es musikalisch eher ruhig um das riesige Land im Norden ist. Auch das Fehlen eines eigenen Hofes während der rund vierhundertjährigen dänischen Herrschaft machte die Etablierung eines musikalischen Zentrums schwer, und so entstand erst im späten 19. Jahrhundert ein eigenständiges Musikleben, das diesen Namen auch verdient - und erst in den 1960er-Jahren durch den Komponisten Arne Nordheim Anschluss an die internationale Moderne fand.

Seitdem wird es immer besser, vor allem im Bereich der improvisierten Musik. Der aktuelle Noerdånsk Jæzz wurde bereits im letzten Falter ausgiebig gewürdigt, im Pop sind neben den Achtziger-Stars A-ha derzeit vor allem Sondre Lerche und Morten Abel zu nennen, und mit den Philharmonikern aus Oslo unter Mariss Jansons, dem Cellisten Truls Moerk und vor allem mit dem Pianisten Leif Ove Andsnes hat Norwegen nun erstmals auch international


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