NÜCHTERN BETRACHTET: Toleranz ja, aber ... (das Putz-Problem)

Kultur | aus FALTER 17/02 vom 24.04.2002

Gegen den letzten Sonntag ist wenig zu sagen. Eine völlig jahreszeitadäquate Frühjahrsmilde hatte sich breit gemacht und lud die Menschen dazu ein, sich in die bevorzugten Naherholungsgebiete zu verfügen. "Ich machs mal ein bisschen wärmer", sagte die Sonne nicht unfreundlich, "kanns dann aber auch wieder lassen" - nur damit man weiß, woran man ist. Die von mir bevorzugten Naherholungsgebiete sind in der Regel so beschaffen, dass die großzügig darin verstreuten Wirtschaften über keine Weinkarten verfügen und dass Rot-Grün bei einer spontanen Abstimmung unter den Gästen nie und nimmer die absolute Mehrheit davontragen würde. Es ist seltsam, aber ein Teil des Charmes der Welt und ihrer Naherholungsgebiete besteht darin, dass sie nicht so sind, wie ich mir das wünsche und vorstelle. Es muss nicht alles nach meiner Pfeife tanzen, und deswegen nehme ich Verstöße gegen die Gesetze von Anstand, Sitte und Mode gleich dutzendweise gelassen in Kauf. Womit aber nicht gesagt sein soll,


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