MA Baulizei

Stadtleben | THOMAS PRLIC | aus FALTER 17/02 vom 24.04.2002

BAUBEHÖRDEN-REFORM. Beschwerden, Aktenrückstände, unnötig lange Bauverfahren: Mit der jüngsten Reform der Baupolizei soll das alle bald der Vergangenheit angehören. 

Ein Gründerzeithaus im siebten Bezirk. Mitten in der Schutzzone 4, wo an erhaltungswürdigen Bauten eigentlich nicht herumgepfuscht werden darf, nimmt es ein Hauseigentümer mit den Vorschriften offenbar nicht besonders genau: Die Fenster sind unterschiedlich tief in die Wand gesetzt, das Gesims teilweise zerbröckelt, im Erdgeschoß versperrt eine wenig stilvolle Metallschiebetüre die Garageneinfahrt. Selbst ein Laie würde hier im Vorübergehen bemerken, dass mit der Fassade des Hauses etwas nicht stimmt. "Die Fenster wurden schwarz ausgewechselt. So etwas geht in einer Nacht", stellt Herbert Wimmer von der Mariahilfer Baupolizei trocken fest.

  Der Durchschnittsbürger bekommt in der Regel von der Arbeit der Baubehörde nicht viel mit. Die Bearbeitung von Bauansuchen, die Hauptaufgabe der MA 37, ist schließlich


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