DOLM DER WOCHE: D. Böhmdorfer

Politik | aus FALTER 18/02 vom 01.05.2002

Und wieder einmal machte sich ein FPÖ-Politiker in einen Schurkenstaat auf, um die "Achse des Bösen" (Copyright George W. Bush) zu durchbrechen. Diesmal war es Justizminister Dieter Böhmdorfer, der die Ayatollahs im Iran besuchte. Dabei tauschte sich Haiders Ex-Anwalt mit den Repräsentanten des Gottesstaates auch ein wenig über die Meinungs- und Pressefreiheit aus. "In Österreich" werde im Zweifel "zu Gunsten der Pressefreiheit entschieden", verriet er dabei seinen Gastgebern. Und: "Wir haben die gleichen Gedanken, was das Ziel und die Grundlagen anlangt." Na, Grüß Gott! Das kann ja heiter werden. Für Systemgegner haben die iranischen Fundamentalisten nämlich ein paar schöne Strafen parat: Handabhacken zum Beispiel. Oder Auspeitschung. Bis zu einem Dutzend Häftlinge werden in eine Zelle gesteckt. Nützt alles nichts, werden Querulanten auch schon mal gesteinigt. Salam alaikum, Herr Justizminister!


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