Helden von gestern

Politik | FLORIAN KLENK, EVA WEISSENBERGER und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 18/02 vom 01.05.2002

DEMONSTRATIONEN. Am 8. Mai, dem Jahrestag des Kriegsendes, marschieren Linke und Rechte auf den Heldenplatz. Polizei und Politik sind nervös und überlegen Einschränkungen des Demonstrationsrechtes. Wie gefährlich sind die "Nazis"? Und wie aufrecht die "Antifaschisten"? 

Sie tollen in der Wiese herum. Sie schlecken "Erdbeer-Combino", blinseln in die Sonne, schmusen, massieren einander die Füße. Friedlicher gehts nicht. Zwei Wochen zuvor waren Doris und Michi auch auf dem Heldenplatz - oder besser: davor. Die Polizei ließ sie nicht hinein. Also griffen die 18-jährige Studentin und der 19-jährige Schüler zu Steinen, die auf einer nahen Baustelle herumlagen und schleuderten sie in Richtung Beamte. "Antifa ist Angriff!", sagt Michi. "Ich hab eh keinen getroffen", sagt Doris. Sie habe sich "nur gewehrt". Denn die Polizisten seien mit Hunden und Knüppeln auf Demonstranten losgegangen. Die Eskalation sei nicht geplant gewesen, "jedenfalls nicht von unseren Leuten". Ihre Leute, das sind


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