Bürger reden mit

Politik | EVA BAUMGARDINGER | aus FALTER 18/02 vom 01.05.2002

POLITISCHES BUCH. Ein neuer Sammelband beschäftigt sich mit der politischen Partizipation der Bürger. Und mit ihren Grenzen. 

Tunnelbau, Temelín, Tropenholzkennzeichnung - was ein politisches Thema werden will, kommt kaum mehr ohne Bürgerinitiative, Forum oder Plattform aus. Gab es vor fünf Jahren nur circa 6000 internationale Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs), hat sich diese Zahl inzwischen auf 27.000 mehr als vervierfacht. Politik wird privatisiert.

  Der Sammelband "BürgerInnenbeteiligung und politische Partizipation. Konzepte zur Entwicklung der Demokratie in der Stadt", erschienen im Verlag Promedia, beschäftigt sich mit Menschen, die mitreden - einmal werden sie selbstbewusste Citoyens genannt, einmal bloß Staatsbürger.

Wer kann sich wie beteiligen? Peter C. Dienel von der Bergischen Universität Wuppertal etwa schlägt vor, Beteiligungspotenziale mit einer so genannten "Planungszelle" zu nützen: 25 per Zufallsprinzip ausgesuchte Einwohner erarbeiten in mehrtägigen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige