OHREN AUF! Jazz im House

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 18/02 vom 01.05.2002

Nach Pionierarbeiten von Künstlern wie Carl Craig oder 4 Hero gehen bei zahlreichen Dance-Produzenten seit geraumer Zeit Sounds wie House, TripHop, Afro-Beat, Funk und Breakbeat mehr oder weniger neuartige Verbindungen ein. Das Ergebnis wird in der Regel Nu Groove genannt, auch wenn sich die Ansätze der Musiker beträchtlich unterscheiden. Nur auf den Jazz als Lehrer scheint man sich allerorts einigen zu können.

So auch in Detroit, wo Matthew Chicoine alias Recloose vor geraumer Zeit vom Meister Carl Craig persönlich entdeckt wurde. Sein Album "Cardiology" (Planet E / Zomba) gilt als eine der Überraschungen des Frühjahrs. Gelingt dem Mann darauf doch die äußerst organische - schließlich gehört auch die Rückwendung zu "echter" Musikalität zu den Kennzeichen von Nu Groove - und stellenweise schön dreckige Verschmelzung einer soulig-jazzigen Grundstimmung mit munter marschierenden Disco/House-Beats und Funk-Einsprengseln à la frühem Prince.

Hochglanzpoliert und der programmierte


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