Serial Schiller

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 18/02 vom 01.05.2002

THEATER. Hilfe, Theaterpolizei! Der Kriminalpsychologe Thomas Müller analysiert im Rabenhof berühmte Bühnenmörder. 

Das Böse ist immer und überall. Vor allem aber ist es näher, als du denkst: "Suche den Feind im Schatten deiner Hütte", heißt ein Sprichwort im Sudan, und ein erfahrener Kriminologe wie Thomas Müller kann das nur bestätigen. Seit Briefbomber Franz Fuchs durch Müllers Einzeltäterthese in die Enge getrieben wurde, ist der 38-jährige Kriminalpsychologe aus Innsbruck der Star unter Österreichs Polizisten. Arte widmete dem FBI-geschulten Serientäterspezialisten eine Dokumentation, im ORF war er Held eines Spielfilms, und im Rabenhof gibt er jetzt sein Bühnendebüt: "Thomas Müllers Theatertäter" heißt der Abend, an dem der promovierte Psychologe zwei mörderische Klassiker unter die Lupe nimmt.

  Dass das Theater dem Verbrechen einige seiner schönsten Momente verdankt, ist bekannt. Dass sich die kriminalistische Analyse nicht grundlegend von der dramaturgischen


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