KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 18/02 vom 01.05.2002

Mit "Lebt und arbeitet in Wien" (Kunsthalle Wien) und "Milch vom ultrablauen Strom" (Kunsthalle Krems) liefen im Herbst 2000 zwei Ausstellungen, die Trends in der zeitgenössischen österreichischen Kunst szenemäßig bzw. historisch festzumachen versuchten. Malerei spielte in der Produktion der jüngeren Generation eine sehr untergeordnete Rolle, und wer schon Gemälde zeigte, nahm seine Motive aus den Massenmedien, stellte Bezüge zur Fotografie her oder baute seine Bilder zumindest in eine Installation ein. Max Boehme, Jahrgang 1965, schien damals fast der einzige Maler seiner Generation mit Autonomieanspruch und dezidiertem Bezug auf Kunstgeschichte zu sein; prompt wurde er im Kremser Katalog nicht der "jungen" Kunst der Neunziger, sondern den Nachfolgern österreichischer Körperkunst zugeordnet. Tatsächlich muss man bei Boehmes neuen Gemälden in der Charim Galerie (bis 11.5.) sofort an die bevorzugten Werkstoffe des Wiener Aktionismus denken: Hier scheint einer wieder mal so richtig


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