Hornby-Land ist abgebrannt

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 18/02 vom 01.05.2002

LITERATUR. Jonathan Coes "Erste Riten" und Stuart Davids "Wie Nalda sagt" sind zwei jüngere Beispiele des noch namenlosen Genres missverstandener britischer Popliteratur, die - gottlob - keine ist. 

Am Cover der deutschen Ausgabe von Jonathan Coes jüngstem Roman "Erste Riten" sind Drumsticks, die Hi-Hat eines Schlagzeugs und Schallplatten zu sehen. Der Klappentext verspricht "eine phantastische Heraufbeschwörung der Siebzigerjahre" rund um das Leben des Benjamin Trotter, dessen wichtigstes Anliegen ist, "eine Band zu gründen und die schöne Cicely zu erobern." Das ist natürlich nicht falsch, aber gleich aus mehreren Gründen irreführend. Auch wenn uns dies mit ein paar Reizvokabeln suggeriert werden soll, sind wir hier nämlich keineswegs in Nick-Hornby-Land, sondern weit von diesem entfernt.

  Zunächst einmal hieß der mehr als vierhundert Seiten starke Roman im Original nicht "Erste Riten", sondern "The Rotters' Club", benannt nach einem Song der obskuren Rockband Hatfield &


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