NÜCHTERN BETRACHTET: Schwer: Zibetkatze oder Zebramanguste?

Kultur | aus FALTER 18/02 vom 01.05.2002

Wenn man Spaß an solchen Dingen hat, kann man unter den Menschen zwischen solchen unterscheiden, die Spaß am Unterscheiden haben (Hegel: "Unterschiedenes ist gut"), und solchen, die es lieber mit Kierkegaards Hauptwerk "Vielleicht, vielleicht auch nicht" halten. Mir ist die Entscheidungsfreudigkeit, mit denen meine Gattungsgenossinnen und -genossen ihr manichäisches Werk vorantreiben, nicht ganz geheuer. Aber als Spiel hat die Sache natürlich ihren Reiz. Unlängst habe ich nämlich mit Tex Rubinowitz bei knuspriger Ente (aber nicht so einer Allerwelts, sondern einer authentischen chinesischen Knusperente) den Gesellschaftsspaß "Entweder oder" entwickelt oder - was wahrscheinlicher ist - erneut erfunden, denn vermutlich gibts das Ganze längst als urheberrechtlich geschütztes Brett- oder Computerspiel. Es funktioniert jedenfalls ganz einfach. Jemand stellt eine Entscheidungsfrage, und sein Gegenüber muss sie sofort beantworten. Also: "Wurst oder Käse?" Richtige Antwort: "Käse".


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