Fettes Brot

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 18/02 vom 01.05.2002

GROSSBÄCKEREI. Ströck ist der drittgrößte Bäcker des Landes. Der Wiener Familienbetrieb, geführt von zwei Brüdern aus dem Burgenland und ihren Ehefrauen, produziert trotzdem handwerklich. Nicht nur für 38 Filialen, sondern auch für 700 andere Abnehmer. Und während der ehemalige Platzhirsch Anker Filialen abbaut, wächst der Ströck weiter. 

Auf keinen Fall wolle er sich fotografieren lassen, sagt der Chef. Nichts zu machen. No way. Den Betrieb, die Bäckermeister und -lehrlinge, Öfen, Knethaken oder die 14 Meter hohen Mehlsilos mit dem gelben Firmenlogo: Alles kein Problem. Aber ohne den Rest der Familie ist Robert Ströck nicht fürs Foto zu haben. Und der Rest der Familie ist gerade nicht da. Ströcks Frau Irene pflichtet ihrem Gatten bei: "Ohne seinen Bruder und die Schwägerin ist es unmöglich", sagt sie. Un-möglich. Also wird halt kein Foto gemacht von der halben Familie, der die drittgrößte Bäckerei des Landes gehört.

  Wien Donaustadt, kurz nach fünf Uhr abends.


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