Ligurisches Junkfood


FLORIAN HOLZER
Stadtleben | aus FALTER 18/02 vom 01.05.2002

NEUES LOKAL. Das Expedit hat ein Geschwisterl bekommen, das vordergründig über dieselben Eigenschaften verfügt, aber auch eine geheimnisvolle Seite hat.

Nein, die Focacceria sei nicht deshalb gemacht worden, weil das Expedit seiner ursprünglichen Idee, der entspannten Verabreichung ligurischer Teigware, nicht mehr nachkommen kann. Deshalb nämlich nicht, weil dieses heiter-provisorische Nudellokal vom ersten Tag an dermaßen gerammelt voll war, dass zumindest das Entspannte ein wenig ausließ und ohne entsprechende Reservierung mit Spontanität eher Sense war.

Nur hatte Retus Wetter, gelernter Industriedesigner und charismatischer Ligurier aus Leidenschaft, ohnehin noch längst nicht alle Karten gespielt: Aus dem ehemaligen Büro der Expedit-Partner Gery Ecker und Andreas Teltscher wurde eine Focacceria, eine Bar der besonderen Art, gebastelt. Besonders aus mehreren Gründen: Die Sitzbänke waren in ihrem früheren Leben Matratzen eines städtischen Kindergartens, ein DJ-Pult befeuert

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