Frontale Attacke?

Politik | CHRISTIAN FELBER | aus FALTER 19/02 vom 08.05.2002

WIRTSCHAFT. Das Dienstleistungsabkommen der Welthandelsorganisation setzt weltweit Universitäten, Wasserversorgung, öffentlichen Verkehr, Post und das Gesundheitssystem unter Privatisierungsdruck. Jetzt sind die geheimen Liberalisierungswünsche der EU durchgesickert. 

Wenn es nach dem Willen der EU-Kommission gegangen wäre, könnte dieser Artikel nicht geschrieben werden, denn die Aufforderungen der EU an die 140 WTO-Mitglieder zur Liberalisierung von Dienstleistungssektoren "können und werden nicht öffentlich gemacht werden", hieß es gegenüber globalisierungskritischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Jetzt ist der Entwurf der EU-Forderungsliste an ihre wichtigsten Handelspartner durchgesickert - und hat alle Befürchtungen von GATSwatch, Friends of the Earth, Attac und Co übertroffen.

  Zur Vorgeschichte: 1995 wurde bei der Gründung der Welthandelsorganisation WTO auch der Grundstein für die weltweite Liberalisierung der Dienstleistungen gelegt - in Gestalt des Allgemeinen


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