Der blaue Stahlhelm

Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 19/02 vom 08.05.2002

FPÖ. Der freiheitliche Brigadier Wolfgang Jung hält nicht nur gerne Totenreden für gefallene Soldaten: Er kämpft auch gegen den "Hammelfett"-Geruch auf Wiens Wiesen, die zunehmenden "Balkan-Delikte" in der Stadt und Turbanträger beim Bundesheer an. 

Als Wiens Militärkommandant Karl Semlitsch am Freitag den freiheitlichen Burschenschaftern kurzerhand den Zugang zur Krypta am Heldenplatz für ihr Gedenken am 8. Mai untersagte, sprach Brigadier Wolfgang Jung sofort auf höchster Ebene vor: bei Verteidigungsminister Herbert Scheibner. Kurz nach dem gemeinsamen Lunch in der Parlamenscafeteria konnte Jung vollmundig über den FP-Pressedienst verkünden, er wisse, dass Semlitschs Entscheidung zurückgenommen werde. Dessen Vorgehen sei "eine eigenmächtige Gschaftlhuberei", der "Duzfreund" von Bürgermeister Michael Häupl habe sich nur "rote Hosen verdienen wollen". Jungs Parteifreund wiederum gab sich zu diesem Zeitpunkt noch bedeckt: "Die endgültige Entscheidung" über den Zugang zur


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