Kommentar - Festwochen: neues Team, neues Glück

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 19/02 vom 08.05.2002

Fragen Sie mich nicht, was ich in den nächsten Wochen vorhabe. Laden Sie mich nicht zum Essen oder ins Kino ein, vergessen Sie mich einfach. Ich werde ohnedies keine Zeit haben. Die Wiener Festwochen sind in der Stadt, und nie waren sie so zeitraubend wie heuer. Wer will, kann allein im Schauspielbereich rund zwei Dutzend Aufführungen besuchen.

Wer sich das alles ansehen soll? Alles natürlich niemand (außer mir, jedenfalls habe ich mir das vorgenommen). Aber: Jeder, der sich in dieser Stadt für zeitgenössisches Theater interessiert, wird von den Festwochen heuer deutlich besser bedient als in den vergangenen Jahren. Ich weiß schon, dass Zeitgenossenschaft keine Frage des Geburtsdatums ist, aber dass etwa Frank Castorf ("Der Meister und Margarita") mit seinen 50 Jahren voriges Jahr einer der jüngsten Regisseure im Festwochen-Programm war und heuer einer der ältesten ist, scheint mir doch bemerkenswert. Auffällig ist in diesem Zusammenhang auch, dass die "klassischen" deutschen Sprechtheatergastspiele,


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