AUFGEBLÄTTERT

Kultur | MARTIN DROSCHKE | aus FALTER 19/02 vom 08.05.2002

Während vom 31. Mai bis zum 30. Juni die halbe Welt an Fußballfieber erkranken wird, hat das von der Weltmeisterschaft glücklich verschonte Österreich Zeit und Muße, sich um die Theorie hinter dem Spiel zu kümmern. Und Bücher zu lesen, die das Wesen des Fußballs von seinen Grundlagen aufwärts erklären. "Wie moderner Fußball funktioniert", das versuchen jedenfalls die beiden deutschen Journalisten Christoph Biermann und Ulrich Fuchs zu vermitteln: Der Titel ihres neu aufgelegten Theoriewerks - "Der Ball ist rund, damit das Spiel die Richtung ändern kann" - spielt dabei auf einen essenziellen Charakterzug des Gegenwartsfußballs an: das enorme Tempo und die Fähigkeit eines geübten Teams, seine Strategie binnen weniger Sekunden zu variieren. Seriös und verständlich zerpflücken die Autoren die Kunst einer effektiven Angriffs- und Verteidigungsführung und erläutern kundig die Unterschiede zwischen der ungarischen Taktik der Fünfzigerjahre, dem brasilianischen Stil der Achtzigerjahre


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