IN KÜRZE

Kultur | aus FALTER 19/02 vom 08.05.2002

Orpheus-Klangwege. Allein im siebten Wiener Gemeindebezirk lebten rund sechzig Musiker, die von den Nazis verfolgt oder vertrieben wurden. An ihrem Beispiel möchte der Orpheus-Trust zwischen 14.5 und 15.6. mit einer Klanginstallation an die Qualität des Wiener Musiklebens vor 1938 erinnern: An den ehemaligen Wohnorten der Vertriebenen werden von der Designgruppe D+ gestaltete Lautsprecherboxen angebracht, aus denen Musikbeispiele der früheren Bewohner zu hören sind; für Musiker, von denen keine Tondokumente erhalten sind, hat der Komponist Wolfgang Suppan einen eigenen "Klangcode" gestaltet. Dazu findet ein umfangreiches Rahmenprogramm statt, das am 14.5. durch das Sinfonieorchester der Wiener Volksoper im Hof des MuQua eröffnet wird: Auf dem Programm stehen Werke der vertriebenen Komponisten Elkan Bauer, Erich Wolfgang Korngold, Emil Korolanyi und Arthur Willner, es dirigiert Julius Rudel, der ebenfalls aus Neubau stammt und 1938 in die USA emigrierte (Eintritt frei).

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