NÜCHTERN BETRACHTET: United Colours of a Psychodelic Weekend

Kultur | aus FALTER 19/02 vom 08.05.2002

Es ist immer wieder schön, nach München zu fahren. In die Stadt, in der das hierorts übliche "Zzzugfäadab" mit "Bitte zurückbleiben" übersetzt wird. "Universität. Bitte zurückbleiben." Die Strecke Wien-München ist zwar für Züge, deren Höchstgeschwindigkeit 150 km/h übersteigt, nicht befahrbar, wird dafür aber um diese Jahreszeit von einem gelb gesprenkelten grünen Band begleitet, das allenfalls für ein paar hundert Meter unterbrochen wird. Gelb auf Grün: Löwenzahn, Hahnenfuß oder Sumpfdotterblume auf Frühjahrswiese. Warum nicht? An sich ist die Kombination Gelb/Grün ja nicht besonders gewinnträchtig. Gelb/Grün ist heute allenfalls für Dinge tragbar, die man im Lagerhaus kaufen kann. Das letzte progressive gelb/grüne Produkt waren die Platten des britischen Labels Harvest, auf dem Anfang der Siebzigerjahre die interstellaren Meisterwerke von Pink Floyd erschienen sind, die man leider noch immer nicht im Lagerhaus bekommt. Da meine Geschmackswahrnehmung schnupfenmäßig


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