Stadtrand: Fritteusen des Bösen

Stadtleben | aus FALTER 19/02 vom 08.05.2002

Nahezu jede Woche geht irgendwo in der Stadt eine Einbauküche in Flammen auf, nur weil die Einbauküchenbesitzer nicht aufpassen. Dabei werden wohl in den seltensten Fällen Spanferkel oder halbe Ochsen über offenem Feuer gegrillt. Auch mit teurem Cognac flambierte Steaks oder Créme brullée (der Pudding, dessen Oberfläche Küchenprofis sogar mit dem Bunsenbrenner bearbeiten) stehen wahrscheinlich eher selten auf den Speisezetteln der Stadt. Aber wieso muss die Feuerwehr dann so oft wegen "Küchenbrand" ausrücken? Was machen die Wiener unter ihren Dunstabzugshauben, bis es zu brennen anfängt? Herausbacken lautet die Antwort. Frittieren zählt hierzustadt offenbar (offensichtlich?) noch immer zu den Lieblingsbeschäftigungen. Und dann passt wer nicht auf, fuchtelt herum, und schon gibts Stichflammen. Die Fritteusen des Bösen sind tückisch! Wer jetzt nicht weiß, was zu tun ist (Decke drüberwerfen, Feuer ersticken!!!), braucht eine neue Küche. Kein Löschwasser. Und auf keinen Fall den Topf mit dem brennenden Öl herumschleppen. Unlängst hat sogar wer seine brennende Fritteuse aus dem Fenster geworfen. Und was kann man dagegen tun? Ulla Weigerstorfer besuchen. Der ehemaligen Miss World gehört nämlich eine Schnitzelhaus-Kette. Und dort sind Profi-Fritteusen im Einsatz. C. W.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige