Sideorders: Wieden und gut

Stadtleben | aus FALTER 19/02 vom 08.05.2002

Die Wieden war ungefähr vor zehn Jahren immer ein Anwärter um den Spitzenplatz, was interessante und neue Beisln anbelangte. Dann wurde es stiller, die Post ging eher in der Innenstadt ab, in Neubau und Mariahilf. Gerade einmal das Freihausviertel zeigte, was eine urbane Lokalszene so alles bedeuten kann, bekam aber rasch eine leicht abgehobene Eigendynamik. Mit Tancredi und Artner erhielt die Wiedner Hauptstraße einen Design-Fress-Drive, um den sie zurzeit sogar das MuseumsQuartier beneiden kann.

Artner, 4., Florag. 6, Tel. 503 50 33, Mo-Fr 11-1, Sa, So 18-1 Uhr.

Vor ein paar Tagen neu eröffnet, viel größer als zuvor und außerdem unglaublich schick. Essensmäßig blieb man der Linie treu, und das ist gut, denn in Sachen Eigenproduktion (Wein, Käse, Fleisch) sind die Artners ungeschlagen.

Chang, 4., Waagg. 1, Tel. 961 92 12, Mo-Sa 11.30-15, 17.30-23 Uhr.

Irgendwie zwar nicht ganz so cool wie das Ra'mien, aber dafür gestylter und auch mit hervorragender Nudelqualität ausgestattet. Das Design stammt von Jörg Nairz.

Entler, 4., Schlüsselgasse 2, Tel. 504 35 85, Di-Sa 17-1 Uhr.

Eines der frühen Exemplare einer guten Wiedner Szenebeislkultur: Gekocht wurde schon vor fünf Jahren gemüsig und fein.

Collio / Das Triest, 4., Wiedner Hauptstr. 12, Tel. 589 18 18, Mo-Fr 12-14.30, Mo-Sa 18.30-22 Uhr.

Das hübsche Restaurant in Wiens bisher einzigem Haus, an das Sir Terence Conran Hand angelegt hatte. Das Restaurant dürfte zwar eher eine Fingerübung gewesen sein, sieht aber trotzdem toll aus, die Küche ist italienisch, fein und nicht ganz billig.

Habighof, 4., Wiedner Hauptstr. 15, Tel. 503 80 33, Mo-Sa 11-24 Uhr.

Einstmals das schönste Lokal der Stadt, mit enormem Design- und kulinarischem Aufwand betrieben. Macht jetzt auf Beisl. Bitte mehr Ambition!


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