VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

... wurde zur Friedensdemo am 15. Mai aufgerufen.

Sie unterstützen die Forderungen nach Umrüstung der Rüstungsproduktion auf zivile Produkte in Österreich und der Welt, nach Abrüstung usw. Die Forderungen sind bekannt und einsichtig notwendig.

  Abwesenheit von Krieg ist eine Bedeutung des Wortes Frieden - darüber herrscht in Europa halbwegs Klarheit. Abwesenheit von körperlicher Gewalt eine weitere, die genauso wie der Kampf gegen strukturelle Gewalt, nämlich der Gewalt von Institutionen, und der Kampf gegen die alltägliche Gewalt zur Friedensarbeit gehört. In den heutigen industriellen Gesellschaften hat die strukturelle Gewalt größte Bedeutung, sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht. Der Kampf muss sich gegen den Staat richten, der zusätzlich ein Monopol auf körperliche Gewalt durch die Polizei und auf Krieg durch das Heer besitzt. Die Arbeit für den Frieden muss alle diese Formen von Gewalt berücksichtigen und muss mit gewaltfreien Mitteln begonnen werden.

  Zur inhaltlichen Einstimmung findet am 11. Mai um 19.30 Uhr im Albert-Schweizer-Haus eine Publikumsdiskussion mit Johann Galtung, Direktor des Osloer Friedensforschungsinstituts statt. Treffpunkt zur Friedensdemonstration am 15. Mai ist beim Westbahnhof, 13 Uhr.


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