Die Grazer Garde

NINA HORACZEK | Politik | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

BÜRGERWEHR. Seit Montag patrouillieren Grazer FPÖ-Mitglieder in Uniformen vor Schulen und in Parks. Doch keiner will von ihr beschützt werden. 

Alexander Lozinsek hat ein Problem. Da hat der Berufsdetektiv und freiheitliche Gemeinderatsabgeordnete eine Idee, und keiner findet sie gut. "Sehr mies", nennt der FP-Gemeinderat die Attacken des Grazer Koalitionspartners SPÖ gegen seine Bürgerwehr. "Das erinnert an die Erste Republik", schimpft der Grazer SP-Vorsitzende Walter Ferk über die blauen Kollegen im Rathaus. "Nur damals hieß es Heimwehr und hat in eine Katastrophe geführt."

  Seit Montag marschieren die Männer und Frauen vom Verein der Bürger für Schutz und Sicherheit in Zweiergruppen samt Videokamera in den ausländerstarken Grazer Bezirken Lend und Gries herum, um Schulkinder vor Drogendealern zu schützen. Ausgerüstet sind sie mit einem Bürgerwehr-Emblem auf T-Shirt und Kappe, einem Handy und einer Videokamera. Bezahlt wird das Equipment von der FPÖ. Ob die Bürgerwehr-Patrouillen

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