Der Ölkrieg

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

KONFLIKT. Seit Jahren macht die OMV im Bürgerkriegsland Sudan Geschäfte. Nun stellt sich der österreichische Mineralölkonzern öffentlich der Kritik von Menschenrechtsvertretern. 

Die OMV fördert nicht nur Öl, sondern Ermordung, Vertreibung und eine Politik der verbrannten Erde. Sagen Menschenrechtsaktivisten. Die OMV fördert nicht nur Öl, sondern Entwicklung. Sagt der Mineralölkonzern. Seit Jahren kritisieren NGO-Vertreter wie amnesty international, kirchliche Organisationen und Ärzte ohne Grenzen das Engagement der OMV im afrikanischen Sudan. Seit Jahrzehnten befindet sich das ostafrikanische Land in einem Bürgerkrieg zwischen dem islamischen Norden und dem christlichen Süden. Obwohl sich die Ölvorräte im Süden des Landes befinden, kommt das Geld nur dem Regime im Norden zugute. Und das verwendet die Öleinnahmen vor allem, um das Militär aufzurüsten. 1997 ist der Bürgerkrieg neuerlich eskaliert. Seit diesem Jahr ist auch die OMV im Sudan aktiv. Die österreichische


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