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Politik | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

Zehn Jahre Gedenkdienst. Seit 1992 können junge Männer ihren Wehrersatzdienst an Holocaust-Gedenkstätten im Ausland leisten. Insgesamt stehen dafür mittlerweile 18 Institutionen in 13 Ländern zur Verfügung, darunter sind auch Museen und Forschungseinrichtungen zum Thema NS-Zeit. Im Gegensatz zu ihren Kollegen beim Bundesheer müssen die Gedenkdiener allerdings 14 Monate lang arbeiten und bekommen dafür weniger Geld. Vergangene Woche zog der gleichnamige Verein zum zehnjährigen Bestehen Bilanz: "Die engagierten jungen Menschen haben nicht zuletzt eine Botschafterfunktion für Österreich", erklärte Obmann Christian Klösch, "mit ihrer Unterstützung wird deutlich, dass das Land seine Vergangenheit nicht verdrängt." Seit 2001 können auch junge Frauen im Rahmen eines von der EU mitfinanzierten Projektes ein Freiwilligenjahr im Ausland absolvieren. Am 4. Juni wird im Jüdischen Museum Wien übrigens eine Ausstellung unter dem Titel "Vom Großvater vertrieben, vom Enkel erforscht?"


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