Mediensplitter

Medien | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

Drei-Städte-TV. Nachdem er die bundesweite Privatfernsehlizenz in Österreich nicht bekommen hat, versucht Hanno Soravia nun, ein länderübergreifendes Ballungsraum-Fernsehen aufzuziehen: Soravia, bei einigen Projekten Geschäftspartner von Hans Dichands Sohn Christoph, würde gerne in Wien, München und Zürich ein so genanntes Mantelprogramm mit Filmen, Homeshopping- und Nachrichtenprogrammen ausstrahlen, dazwischen Lokalfenster aus der jeweiligen Stadt.

"Die Neue". In Graz und Wien erscheint ab sofort jeden Dienstag die Wochenzeitung Die Neue. Herausgeber des Blattes, welches sich an linksliberale Leser wenden möchte, ist Josef Riedler, ehemaliger Chefredakteur der Neuen Zeit, Medieninhaber sein ehemaliger Stellvertreter Günther Gruber. Die frühere SPÖ-Parteizeitung Neue Zeit wurde vor einem Jahr wegen Leserschwundes und finanziellen Schwierigkeiten endgültig eingestellt. Die Neue kostet in der Trafik 1,60 Euro.

"Die Furche" neu. Die Wochenzeitung Die Furche wird ab 19. Juni in neuem Gewand erscheinen. Robert Dengscherz modernisiert das Layout, der Kulturteil soll von Cornelius Hell zu einem echten Feuilleton ausgebaut werden.

WELTWOCHE. Auch erneuert: Aus der Schweizer Wochenzeitung "Weltwoche" wurde ein Wochenmagazin, "weil wir der Überzeugung sind, dass wir die stolze Tradition unseres Blattes auf diese Weise am besten erneuern können", wie es im Editorial der ersten Ausgabe im neuen Layout heißt. Nachdem die finanziellen und personellen Schwierigkeiten der letzten Zeit überwunden wurden, liegt nun das neue Heft vor: 115 Seiten dick, schlichtes, ruhiges Layout, textlastig. Die Ressorts wurden aufgelöst, statt der Innen- und der Außenpolitik werden jetzt nur mehr Standorte bezogen. In der Heftmitte finden sich lange Interviews, Porträts und Reportagen "zu allen Themen, die wir als interessant erachten".


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