M. ist eine andere

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

LITERATUR. Die Pariser Kunstkritikerin Catherine Millet, Autorin des Millionenbestsellers "Das sexuelle Leben der Catherine M.", war am Wochenende in Wien. Ein Gespräch über Yves Klein und die Leere, über Michel Houellebecq und die 68er-Generation - und über den Unterschied zwischen Liebe und Sex. 

Sex sells: Die voriges Jahr veröffentlichte Autobiografie, in der die französische Kunstkritikerin Catherine Millet von ihrem außergewöhnlich aktiven Sexualleben berichtet, hat weltweit bereits eine Auflage von einer Million erreicht. Sogar Zeitschriftenhändler auf der Mariahilfer Straße haben "Das sexuelle Leben der Catherine M.", gleich neben den Pornoheften, im Angebot - das Buch hat aber weit mehr zu bieten als bloß die minuziöse Schilderung diverser Gruppensexpartys. Die 54-jährige Millet, Chefredakteurin der Pariser Kunstzeitschrift Art Press, unternimmt den ambitionierten Versuch, Worte zu finden für das, was sie zu dem getrieben hat, was sie lange Zeit getrieben hat. In


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