The Beat Goes On

Kultur | KARIN CERNY | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

LITERATUR. Ruth Weiss, die "Göttin der Beat-Generation", wuchs in Wien auf, floh vor den Nazis in die USA und erinnert sich in ihrem Buch auch an die Stadt ihrer Jugend. 

Die Nacht nach ihrer Jazz-Poetry-Performance im Amerlinghaus ist lang geworden. Um fünf ins Bett, nur zwei Stunden Schlaf, dann den ganzen nächsten Tag Workshops für Schulklassen, und abends stehen Interviews an - on the road again. Außergewöhnlich daran ist bloß, dass Ruth Weiss 1928 geboren wurde, also bereits in einem Alter ist, in dem andere Damen gerne beschaulich im Park sitzen und über ihre körperlichen Beschwerden klagen. Ruth Weiss hingegen, die vom San Francisco Chronicle einst als "Goddess of the Beat-Generation" apostrophiert wurde, ist ein drahtiges kleines Energiebündel, mit blitzend neugierigen Augen, knallrotem Kurzhaarschopf und einer Stimme, die von langen Nächten und unzähligen Zigaretten erzählt - irgendwo zwischen Amanda Lear und Marianne Faithfull. "Woher ich meine Energie habe? Ich


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