Sauberer Sternenkrieg

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

FILM. Der jüngste Film der "Star Wars"-Reihe plündert sich durch die Geschichte des Spektakelkinos und feiert das blutlose Gemetzel. 

Wenn dieser Tage mit "Episode II: Attack of the Clones" ("Angriff der Klonkrieger") der zweite Teil der neuen "Star Wars"-Trilogie weltweit in Abertausenden Kinosälen anläuft, wird dieser simple marktwirtschaftliche Vorgang medial wieder zum kulturell bedeutungsvollen "Ereignis" stilisiert werden. Das "Star Wars"-Universum stellt sowohl die Grundlage des erfolgreichsten Merchandising aller Zeiten als auch die wahrscheinlich am weitesten verbreitete Popmythologie des zwanzigsten Jahrhunderts dar - eine komplizierte Genealogie, zusammengehalten vom heilsgeschichtlich inspirierten Kitt des Stellvertreterkriegs zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis, dem Weltengeist der "Macht" und ihrer "dunklen Seite".

  Zur Erinnerung: "Star Wars" (zu deutsch: "Krieg der Sterne") ist eine Serie von Kinospielfilmen die, ursprünglich in drei Teilen konzipiert,


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