SPIELPLAN

Kultur | PETRA RATHMANNER /WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

Verliebtsein ist ein Ausnahmezustand. Wer verliebt ist, fühlt sich unglaublich stark und überhaupt unbesiegbar - und doch ist ein frisch verliebtes Liebespaar so zerbrechlich wie allerfeinstes Porzellan. Passt man nicht höllisch auf, ist auch schon ein Riss drin und - hast du nicht gesehen - ists nur mehr ein Scherbenhaufen. In Margit Mezgolichs Inszenierung von Nicky Silvers "Freier Wille - Wahre Triebe" im dietheater Künstlerhaus wird viel Porzellan zerschlagen: Hauptdarstellerin Petra Strasser macht mit unglaublichem Furor die ganze Liebesrutsche vom Ausnahme- über den Krisen- bis zum Notzustand durch. Der Unterhaltungswert wird jedoch durch ein Stück getrübt, dessen Figuren an abgestandene Vorabendserien erinnern: Eine wohlhabende Mitvierzigerin, deren Familie eine einzige Katastrophe ist - die Tochter ungewollt schwanger, der Sohn hochneurotisch - verliebt sich in einen jungen, aber mittellosen Künstler. Der hat es freilich nur auf ihr Geld abgesehen und betrügt sie mit der


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige