Die Banalität des Guten

JAGODA SCHEYERER | Kultur | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

POLNISCHES KUNST. Von der lebendigen Kunst- und Clubszene in Polens Großstädten erfährt man hierzulande nur wenig. Eine Ausstellung im Kunstbuero ermöglicht eine erste Begegnung mit den umtriebigen Künstlergruppen der Neunzigerjahre. 

Der Warschauer Künstler Zbigniew Rogalski kommt gerade von einer Ausstellungseröffnung in Barcelona: Wie in Österreich findet auch in Spanien heuer ein Polnisches Jahr statt. Auf die Frage, ob dieser ganze Aufwand an Veranstaltungen den EU-Beitritt seines Heimatlandes promoten soll, meint Rogalski nur: "Es wäre jedenfalls schön, weniger Probleme an den Grenzen zu haben." Zusammen mit Marcin Maciejowski und Paulina Olowska ist Rogalski bei der Ausstellung "Dobrze, in Ordnung" im Kunstbuero vertreten, die die in Wien lebende Kuratorin Goschka Gawlik konzipiert hat.

  Inwiefern sie von ihrem Land zur Imagepflege benutzt werden, interessiert die nun in Wien gezeigten jungen Künstler wenig. Sie realisieren ihre Projekte schon seit längerem ohne staatliche

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