NÜCHTERN BETRACHTET: Tafelspitzspesen & Tretboottretdienste

Kultur | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

Wie für alles, was sich wiederholt, hege ich auch für den Muttertag große Sympathien. Selbstgesticktes, Selbstbeklebtes, Selbstgefaltetes und Selbstgemaltes forever! Wo käme das alles hin, gäbe es nicht den Muttertag? Und wo bliebe der Haderer-Cartoon, der den Muttertag verlässlich begleitet und vermutlich muttertagskritisch gemeint ist? Und wer soll dann die ganzen Schweinsbraten und kinderkopfgroßen Brandteigkrapfen und Torten im Schlachtschiffformat vertilgen? Nein, nein, das hat schon alles seine Richtigkeit. (Kennt der islamische Kulturkreis eigentlich einen Muttertag? Und wenn nein, was passiert dann mit dem Schweinsbraten?) Der Zufall wollte es, dass ich unmittelbar nach der muttertäglichen Bankomatabhebung (Schweinsbraten- und Tafelspitzspesen; dafür ließ sich meine Schwester beim Tretbootfahren nicht lumpen und besorgte das Treten & Zahlen) von einer mental unkonventionellen Frau begleitet und von dieser auf die Gefahren der Falschgeldausgabe hingewiesen sowie zum Speiseeisspenden


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